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Die 10 besten fermentierten Lebensmittel zum selbermachen

1 Sauerkraut

Ich mag mein Sauerkraut nicht weiss und matschig, sondern knackig frisch und leuchtend pink, gelb oder grün. Roh gegessen behält Sauerkraut alle seine nützlichen Bakterien und die von den Bakterien hergestellten Stoffwechselprodukte wie Enzyme, Aminosäuren und Vitamine; rohes Sauerkraut hat zum Beispiel 300-400% mehr Vitamin C als unverarbeiteter Kohl. Ob goldenes Sauerkraut mit Kurkuma, grünes mit Koriander und Chilli oder rotes Sauerkraut mit Kümmelsamen und Wacholderbeeren, in meinem Kühlschrank hat es immer verschiedene Exemplare bereit zum Verzehr.

2 Milchkefir

Milchefir ist das wohl einfachste aller Fermente; Kefirknollen in ein Glas Milch geben, 24 Stunden stehen lassen, absieben und geniessen. Verglichen mit Joghurt welches 2-3 Bakterienstämme beherbergt, ist Milchkefir einiges potenter mit seinen bis zu 40 verschiedenen Bakterien- und Hefestämmen. Kefir schmeckt als Smoothie mit Beeren, als Glacé oder als Joghurtersatz und hat schon vielen Menschen mit Darmproblemen Erleichterung gebracht. Grundrezept Milchkefir

3 Gemüse in Salzlake

Kohl wird im eigenen Saft zu Sauerkraut fermentiert. Die meisten anderen Gemüse benötigen eine Salzlake zur Fermentation. Sei es rosa leuchtender Blumenkohl, Rüeblistängel mit Chilli und Ingwer oder Kohlrabi mit Senfsamen und Kräutern, der Fermentation von Gemüse sind fast keine Grenzen gesetzt. Und gesundheitsmässig stehen diese Fermente dem Sauerkraut in nichts nach.

4 Fermentierte Chillisauce

Wer Tabasco und Sriracha mag, der liebt auch die zuhause fermentierten Chillisaucen. Auch hier sind die Möglichkeiten fast grenzenlos, ob fruchtig mit Ananas, mit Noten von Ingwer und Knoblauch oder eine Kaffee-Chillisauce – passen tun die Saucen für alles mögliche von mexikanischen Wraps bis zu asiatischen Gerichten. Bei uns zuhause sind sie immer schnell aufgebraucht. Hier geht es zu einem der Rezepte

5 Kimchi

Kimchi ist die koreanische Antwort auf Sauerkraut. Oft wird Kimchi aus Chinakohl hergestellt, es gibt aber auch zahlreiche andere Varianten von Radieschen bis Gurke. Das Gemüse wird meist mit einer Chillipaste fermentiert und in Korea zu praktisch jeder Mahlzeit gegessen. Wer einen scharfen Sidekick mag zu seinem Essen ist mit Kimchi genau richtig. Grundrezept für veganes Kimchi

6 Miso

Die Schweizer haben Maggi, die Japaner Miso. Wie Maggi in seinen Urzeiten wird Miso noch heute mit Koji-Sporen fermentiert. Dieser Pilz, auch Aspergillus Oryzae genannt, verwandelt alle Arten von Bohnen auf wundersame Weise in den von Umami fast explodierenden Miso. In Japan wird die probiotische Miso-Paste gerne verwendet für Suppen, Dips und Marinaden. Miso braucht zwar eine ganze Weile zur Fermentation, ist aber nicht schwierig zum selbermachen. Möchtest Du lernen wie? Dann komme zu unserem Miso-Kurs, geleitet von unserer Azako aus Japan!

7 Ingwerbier

Zugegebenermassen, Ingwerbier ist nicht ganz so potent mit nützlichen Mikroben und ihren Stoffwechselprodukten, aber Ingwerbier schmeckt einfach toll und ist spannend zum selbermachen. Um Ingwerbier herzustellen züchtet man nämlich zuerst in seiner Küche wilde Hefe, welche man dann mit einem zuckrigen Ingwertee mischt um das sprudelnde, fast alkoholfreie Ingwerbier herzustellen. In unserem Getränke-Kurs lernst Du wie man dies macht.

8 Kombucha

Kombucha ist in aller Munde. Viele kleine, nützlichen Bakterien und Hefen verwandeln einen zuckrigen, tanninhaltigen Tee in den süss-sauren, sprudelnden Kombucha. Solange die Mikroben ihr Tannin erhalten vom Schwarz-, Grün- oder Weisstee sind den übrigen Zutaten fast keine Grenzen gesetzt. Ob Früchte, Smoothies, Gewürze oder Kräuter, es existieren viele spannende Kombucha-Kreationen. Es gibt zudem Leute die auf den gesundheitlichen Nutzen ihres täglichen Kombuchas schwören.

9 Sauerteigbrot

Anders als die anderen oben erwähnten Fermente benötigt Sauerteigbrot etwas mehr Wissen, Können und Erfahrung. Gleichzeitig ist aber auch der Stolz entsprechend gross wenn man mit nur Wasser und Mehl selber eine potente wilde Hefe gezüchtet hat, welche es vermag einen ganzen Laib Brot aufgehen zu lassen. Und gesünder ist das langsam gegärte Sauerteigbrot allemal verglichen mit den handelsüblichen Broten, die innert kürzester Zeit aufgehen müssen und gebacken werden. Mit dem übriggebliebenen Sauerteigansatz der täglich anfällt bei der Fütterung kann man übrigens köstliche Cracker herstellen.

10 Marokkanische Salzzitronen

Diese Zitronen werden mit relativ viel Salz eingemacht, es ist deshalb fraglich ob sie wirklich fermentiert oder einfach in Salz konserviert sind. Ob fermentiert oder eingemacht, die Zitronen sind köstlich zu nordafrikanischen Speisen und in Dips.